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Schottische Geschichte
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Robert "Rob Roy" McGregor

1671 geboren, gehörte der Sohn eines britischen Oberstleutnants dem Clan der McGregors an, der in den Bergen von Balquhidder angesiedelt war. Dort besaß er auch ein wenig Land für Viehzucht und kärglichen Ackerbau. Rob Roy, der ein Anhänger des katholischen James II war, sammelte nach der Thronbesteigung des Protestanten William III. 1689 eine Gruppe Clanangehöriger und weitere Anhänger des exilierten James II um sich, um in dessen Auftrag Widerstand gegen den neuen britischen König zu leisten. Die ersten Jahre begnügte sich die Gruppe mit Viehdiebstählen und ähnlichem. 1693 übernahm Rob Roy, der allgemein als kräftig und durchsetzungsfähig beschrieben wird, die Rolle des Clanoberhauptes der McGregor. Seine Kontrolle erstreckte sich nun über die Berge von Balquhidder bis zum Loch Lomond. Der Versuch als Viehhändler die Lebensumstände seines Clans zu verbessern scheitert, weil er geborgtes Geld nicht zurückzahlen konnte. Auf der Flucht vor den Gläubigern flüchtete er sich in unzugänglichere Gebiete der Highlands, wo er bis zum allgemeinen Aufstand der Schotten gegen die Engländer und das Königshaus Hannover 1715 lebte.

Seine Parteinahme für die Stuarts führte zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und zur Einziehung seines noch verbliebenen Besitzes. Seitdem befand er sich auch auf der Flucht vor den siegreichen Engländern. Durch die Vermittlung des befreundeten Duke of Argyll konnte aber wenigstens der Streit um das geliehene Geld beigelegt werden. 1722 ergab sich Rob Roy dann dem englischen General Wade. Als Hochverräter drohte ihm die Deportation nach Barbados, unmittelbar vor der Verschiffung wurde das ergangene Urteil aber durch eine Begnadigung aufgehoben. Rob Roy erhielt seine Rechte zurück und konnte nach Schottland zurückkehren, wo er noch bis 1734 lebte.

Als nationale schottische Figur wurde McGregor zunächst durch Volksballaden tradiert. Berühmt machte ihn aber der dreibändige Roman von Sir Walter Scott, der 1818 erstmals erschien. Auch wenn der schottische Widerständler nicht die Hauptfigur des Romans ist und die von Scott aus den Balladen destilierte Romanfigur wenig mit dem historischen Rob Roy - soweit dieser überhaupt zu bestimmen ist - gemein hat, dürfte erst der Roman für die Popularität des schottischen Volkshelden gesorgt haben. Scott hat ihn immerhin bewußt als "schottischen Robin Hood" angelegt, um so eine durchweg positive Identifikationsfigur zu schaffen.

Die Popularität Rob Roys ist auch durch das Interesse Hollywoods an dem Schotten belegt. 1953 wurde der Stoff erstmals von Walt Disney verfilmt, 1994/95 entstand bei United Artists eine Neuverfilmung mit Liam Neeson und Jessica Lange, die vor allem als Liebesgeschichte erzählt wurde (und aus der die hier gezeigten Bilder sind).